bio


CURIOSITY IS MY DRIVE (German version below)

He left school without a degree and never stopped learning: Today Fabian Lentsch knows how to make full use out of his talent for freeriding so that he does not only go down mountains, but travels the whole world.

How would your ideal mountain look like?

It would be placed in an area that is undiscovered and undeveloped because that would properly attract me. If you can also ski on it, even better.

Do you have role models who accompany you?

There are many, and not only sportsmen. When I started I was inspired by freeskiers such as Seth Morrison and Ian McIntosh. Today I feel like many people I meet shape me in some kind of way. We always stand on the shoulders of our predecessors.

What inspires you?

People, good conversations, foreign countries, foreign customs – and the new that urges me to change myself and to learn something new. 

What are you proud of?

“Proud” is not the right word. But I am happy about having found my own way. 

Why do you not take part in competitions anymore?

The Freeride World Tour gives you prestige, recognition, maybe also sponsors. It’s good and important that this tour exists to gain attention for our sport. And simultaneously it would prevent me from achieving my own goals at the moment.

Are you a nomad?

With the SnowMads-Truck I can be on the road for a long time. My itinerary is then determined by low pressure areas, cold fronts and new snowfalls.  But I also need my base. My home, my friends, my family. 

What does travelling mean to you?

For me it’s not about being able to ski somewhere. I want to think outside the box that surrounds me as a professional athlete. That is why I am always very open to the unfamiliar on travels.

What are you learning at the moment?

I am learning Persian. Iran fascinates me, I travel there again and again. And on the journey I want to be able to talk to people I meet without filters. Three years ago I started to take analog photographs – that’s an intense process, and I have big plans with that. Otherwise I also try to read and soak up what interest me at the moment. 

What drives you?

Curiosity is my drive. And the will to discover the initial sense of travelling for me again. It’s not enough for me to travel somewhere for a short period of time anymore, to tick off one destination after the other. I want to try to immerse in a country for several months.

Which question do you like most to ask others?

“It doesn’t bother you if I ski the first line, right?” 

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DIE NEUGIER IST MEIN MOTOR

Er verließ die Schule ohne Abschluss und hörte nie auf zu lernen: Heute versteht es Fabian Lentsch, sein Talent für den Extremsport Freeride so hellwach auszuschöpfen, dass er nicht nur die Berge hinabfährt, sondern die ganze Welt bereist.

Wie sähe Dein idealer Berg aus?

Er stünde in einem Gebiet, das unerforscht und unerschlossen wäre, weil mich dies ausreichend locken würde. Wenn man ihn dann auch noch mit Ski befahren könnte, umso besser.

Gibt es Vorbilder, die Dich begleiten?

Da gibt es einige, und nicht nur Sportler. Als ich angefangen habe, haben mich Freeskier wie Seth Morrison und Ian McIntosh inspiriert. Heute habe ich das Gefühl, dass mich viele Menschen, die ich treffe, in irgendeiner Weise prägen. Wir stehen immer auf den Schultern unserer Vorgänger.

Was inspiriert Dich?

Menschen, gute Gespräche, fremde Länder, fremde Sitten – und das Neue, das mich dazu anhält, mich selbst zu verändern, etwas dazu zu lernen.

Worauf bist Du stolz?

„Stolz“ ist nicht das richtige Wort. Aber ich freue mich darüber, meinen eigenen Weg gefunden zu haben.

Warum fährst Du keine Bewerbe mehr?

Die Freeride World Tour bringt dir Prestige, Anerkennung, vielleicht auch Sponsoren. Es ist gut und wichtig, dass es diese Tour gibt, um Aufmerksamkeit für unseren Sport zu gewinnen. Und gleichzeitig würde sie mich momentan daran hindern, meine eigenen Ziele zu verwirklichen.

Bist Du ein Nomade?

Mit dem SnowMads-Truck kann ich es lange unterwegs aushalten. Meine Reiseroute wird dann von Tiefdruckgebieten, Kaltfronten und Neuschneefällen bestimmt. Aber ich brauche auch meine Basis. Mein Zuhause, meine Freunde, meine Familie.

Was bedeutet Dir das Reisen?

Es geht mir nicht darum, irgendwo skifahren zu können. Ich will es schaffen, über den Tellerrand, der mich als Sportprofi umgibt, hinauszuschauen. Deshalb stehe ich dem mir Fremden auf Reisen immer sehr offen gegenüber.

Was lernst Du gerade?

Ich lerne Persisch. Iran fasziniert mich, ich reise immer wieder dorthin. Und ich will mich unterwegs ohne Filter mit den Menschen unterhalten können, denen ich begegne. Vor drei Jahren habe ich begonnen, analog zu fotografieren – das ist ein intensiver Prozess, und ich habe damit große Pläne. Ansonsten versuche ich, auch lesend alles aufzusaugen, was mich gerade interessiert.

Was treibt Dich an?

Die Neugier ist mein Motor. Und der Wille, den ursprünglichen Sinn des Reisens wieder für mich zu entdecken. Mir reicht es nicht mehr, für kurze Zeit irgendwo hin zu reisen, ein Ziel nach dem anderen abzuhaken. Ich will versuchen, mich über mehrere Monate hinweg ganz auf ein Land einzulassen.

Welche Frage stellst Du anderen am liebsten?

„Es macht Dir nichts aus, wenn ich die erste Line fahre, oder?“

 


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